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Zusammensetzung und
Aufgaben des GKR
 


Neun von der Gemeinde direkt und geheim gewählte Kirchenälteste nehmen in Alt-Wittenau gemeinsam mit den PfarrerInnen, die nach unserer Grundordnung "geborene" Mitglieder sind, den Dienst der Leitung der Gemeinde im Gemeindekirchenrat wahr. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre; nach jeweils drei Jahren wird die Hälfte der Ältesten neu gewählt. Der Dienst ist ehrenamtlich.
 
"DerGemeindekirchenrat nimmt "die Verantwortung der Kirchengemeinde für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums wahr", bestimmt die Grundordnung (Art. 15), "Er berät regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde, plant ihre Arbeit, sorgt für deren Durchführung...". Er ist Arbeitgeber der beruflichen MitarbeiterInnen mit allen Pflichten, und neben der Vertretung der Gemeinde "in Rechtsangelegenheiten" hat er nicht zuletzt die Verantwortung, "Gelder, Gebäude und Inventar für die Wahrnehmung der gemeindlichen Aufgaben bereitzustellen".
 
Damit sind die Pflöcke gesetzt für ein beachtliches Arbeitspensum: Im Dialog mit den MitarbeiterInnen werden jährlich neu die nächsten Ziele für die Gemeindearbeit entwickelt. Dabei verstehen wir die Verkündigung des Evangeliums als eine Einheit aus Wortverkündigung, zeichenhaftem Handeln und Erfahrung von Gemeinschaft. Alle MitarbeiterInnen, berufliche und ehrenamtliche, gestalten die Angebote der Gemeinde in diesem Spektrum, eigenverantwortlich in unterschiedlichsten Funktionen, aber mit gemeinsamer Perspektive. Sie lernen voneinander und der Gemeindekirchenrat lernt mit - Leib Christi als "lernende Organisation"!
 
Als Arbeitgeber nimmt der Gemeindekirchenrat die Fürsorgepflicht für 40 berufliche MitarbeiterInnen (PfarrerInnen einschlossen) wahr, davon 27 im Bereich unserer Kindertagesstätten. Bei einer Größe unserer Gemeinde von z.Zt. 6.281 Gemeindegliedern (Stand: 1. Januar 2007) haben wir darüber hinaus allen Anlass, dankbar zu sein, dass erhebliche Teile der Gemeindearbeit von z.T. seit Jahren mit hohem Einsatz, großer Zuverlässigkeit und Verantwortung tätigen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mitgetragen werden. Dennoch: Damit unsere Gemeinde ihren Aufgaben auch in Zukunft gerecht werden kann, muss unser Ziel sein, auch bei sinkenden Einnahmen die Stellen unserer MitarbeiterInnen, die in eine sorgfältige Sollstellenplanung eingebunden sind, zu erhalten.
 
Das liebe Geld: Dass die Kirchensteuer-Einnahmen sinken (Mitglieder-Rückgang, Einkommensniveau, Alterspyramide...), ist bekannt. Sorgfältiges Haushalten tut Not: Personalkosten (ca. 80%) und Bauunterhaltungskosten (ca. weitere 12%) können nicht beliebig eingespart werden (s.o.), so gibt es manch schwer lösbares Problem! Große Erleichterung erfahren wir durch die hohe Bereitschaft unserer Gemeindeglieder, mit Spenden zu helfen. Wir sind dafür sehr dankbar!
 
All diesen Themenkomplexen und einer Vielzahl von Einzelproblemen widmen sich die Kirchenältesten mit ganzem Einsatz weit über den Rahmen regelmäßiger Sitzungen hinaus. Das kostet Kraft und (noch mehr) Zeit, und manche Zuversicht wird gedämpft; dennoch: Es ist auch eine beglückende Erfahrung, die viele Älteste mit mir teilen, in der Gemeinde etwas bewegen zu können - und dabei (nicht zuletzt) auch selbst bewegt zu werden!
 

Michael Kopplin, GKR-Vorsitzender



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Letztmals aktualisiert am 28.11.2007